100 Jahre TV Eich

100 JAHRE

100 JAHRE

TURNVEREIN 1888 EICH

 

Der Turnverein 1888 Eich e.V. feiert in diesem Jahr die 100jährige Wiederkehr seiner Gründung. Anlass genug, einen Überblick über den Werdegang des Vereins zu geben.

 

Was die Anfangsjahre betrifft so handelt es sich nur um eine lückenhafte Darstellung der Lebensdaten des Vereins, da schriftliche Aufzeichnungen, vor allem aus den Gründerjahren, gänzlich fehlen oder aber verloren gingen. Hinzu kommt noch, dass Zeugen aus dieser Zeit nicht gehört werden konnten, da sie nicht mehr unter uns weilen.

 

Wir wollen hoffen, dass die im folgenden dargestellten Ereignisse aus dem Leben des Vereins ausreichen, um ein Bild von seinem Werden und seiner Entwicklung gewinnen zu können.

 

Unser Verein wurde im Jahre 18 8 8 unter dem Namen »Turmvereinigung 18 8 8 Eich« gegründet und zwar von den Herren Winter, Thomas  Münk, Adam  Bechtel, Johann  Muth, Philipp  Bohn, Valentin  Neeb, Heinrich  Dietz, Wilhelm  Volz, Heinrich  Kappes, Johann  Ziegler, Georg  Krebs, Valentin

 

Thomas Winter wurde 1. Vorsitzender, zur damaligen Zeit Präsident genannt. Die feierliche Weihe der Vereinsfahne erfolgte im Jahre 1892 unter dem zu dieser Zeit amtierenden 1. Vorsitzenden Adam Bechtel. Welche Begeisterung für die turnerische Sache zu jener Zeit herrschte, drückt sich in den als Inschrift für die Fahne gewidmeten Worten aus:

 

Ein freies Volk voll Einigkeit und Kraft, sei das Panier der Deutschen Turnerschaft.

 

Noch heute sind wir im Besitze dieser Fahne. Sie war in vielen Jahren Begleiter bei turnerischen Veranstaltungen, aber auch auf dem letzten Weg zahlreicher verstorbener Vereinskameraden.

 

Im Jahre 1907 richtete der Verein das Gauturnfest des Gaues Rheinhessen aus. Es wurde auf dem Gelände des sogenannten »Setzweidchens«, dem heutigen Sportplatz, unter großer Anteilnahme der Eicher Bevölkerung abgehalten. Viele Besucher aus den Nachbargemeinden von Eich strömten zu diesem großen Turnfest zum »Setzweidchen«. Als Präsident des Vereins fungierte damals Georg Ziegler, Festturnwart war Georg Muth. Bemerkenswert ist, dass der Verein bereits zu jener Zeit eine Stärke von 130 bis 140 Mitglieder zählen konnte.

 

Vorstand und Aktive im Jubiläumsjahr 1913

 

Sein 25jährigesjubiläum in festlichem Rahmen beging der Verein im Jahre 1913. Eine heute noch vorhandene Fahnenschleife, gestiftet von Ehrenjungfrauen, erinnerten dieses Ereignis. Erster Vorsitzender, zu jener Zeit übrigens Sprechwart genannt, war Ludwig Schlosser. Leider schweigt sich das Protokollbuch über den näheren Verlauf des Festes aus.

Es folgen nun die unglückseligen Jahre des ersten Weltkrieges. Erstaunlich, dass auch während dieser schweren Zeit das Turnen nicht zum Erliegen kam. Wie aus einem Protokollbuch zu ersehen ist, fanden noch regelmäßig Turnstunden statt, ja es wurden sogar noch Abordnungen zu turnerischen Veranstaltungen in der näheren Umgebung entsandt.

Auch die Vereinskameraden draußen im Felde wurden nicht vergessen. Davon zeugt eine Notiz, in der es heißt dass Vorstandsmitglieder zu Ostern, die übrigen Mitglieder zu Pfingsten ein Paket zugeschickt bekamen. Den Vorsitz während der Kriegsjahre hatte Otto Stuppert inne.

Die Nachkriegsjahre wurden in erster Linie dazu benutzt, den Verein wieder aufzubauen und die Lücken zu schließen, die der Krieg gerissen hatte.

Die Inflationsjahre brachten wiederum für den Verein schwere Belastungen. Einen Ausflug in die Wunderwelt der Zahlen können wir machen, wenn wir uns die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1923 ansehen.

Es heißt im Protokoll vom 5. Januar 1924:

Die laufenden Einnahmen waren 82459125251682,79 Mk

Die laufenden Ausgaben waren 12 459127 251682,79 Mk

Es bleibt ein Kassenbestand von 69 999 998 000 000,00 Mk

42 frank + 2 Zentner Kartoffeln.«

Ebenfalls aus einem Protokoll des Jahres 1923 geht hervor, dass der Vereinsbeitrag »infolge der ungünstigen Zeitverhältnisse auf 75,­Mark vierteljährlich festgelegt ist, für Schüler 40,‑ Mark. Den Vorsitz während dieser turbulenten Jahre führte Adam Widder.

Im Jahre 1925 wurde unter der Leitung von Philipp Münk eine Gesangsriege gebildet, die es zu beachtlichen Leistungen brachte. Unter der Leitung von Ludwig Ebling, einem sehr rührigen Vereinsmitglied, beging der Verein im Jahre 1928 sein 40jähriges Jubiläum. Der aus den Veranstaltungen resultierende Reinerlös von 1200,‑ Mark wurde zum großen Teil für die Anschaffung von Turngeräten verendet, die heute noch dem Turnbetrieb dienen. Bis zur Gleichschaltung aller Vereine nach 1933, d. h. es erfolgte die allgemeine Vereinigung aller sporttreibenden Vereine im Reichsbund für Leibeserziehung, führte Ludwig Ebling noch den Vorsitz im Verein. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges konnte der Turnbetrieb noch aufrecht erhalten werden. Im Gegensatz zu den Kriegsjahren 1914 bis 1918 kam während des zweiten Weltkrieges das Vereinsleben völlig zum Erliegen. Auch in den ersten Nachkriegsjahren wurde jeglicher Turnbetrieb von den Besatzungsmächten untersagt, da im Turnen eine Förderung zur Wehrertüchtigung gesehen wurde. Erst im Jahre 1948 wurde wieder eine generelle Genehmigung zur Aufnahme des Turnens erteilt. Aber noch ein ganzes Jahr verging, ehe in Eich die Wiedergründung des Vereins unter dem Namen Turnverein 1888 Eich zustande kam. In der Gründungsversammlung am 3. September 1949 wurde wiederum Ludwig Ebling zum 1. Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Karl van Kaick, zum Schriftwart wurde Adam Reich und zum Kassenwart Jacob Lieht gewählt. Als Turnwarte wurden vorgeschlagen und auch bestimmt Fritz Beckenbach zum 1. Turnwart, Karl van Kaick zum 2. Turnwart und Adam Reich zum Kinderturnwart. Mit diesem bewährten Stamm an Altaktiven und mit einem am 15.Oktober 1949durchgeführten Sportwerbeabend kam der Turnbetrieb rasch wieder in Schwung. Welches Interesse die Eicher Bevölkerung dem Verein und der turnerischen Sache entgegenbrachte, bewiesen die 650bis 680Zuschauer an diesem erfolgreichen Werbeabend.

An einen alten Brauch anknüpfend, hielt der Verein 1950seine erste karnevalistische Veranstaltung unter Mitwirkung des Karnevalvereins Mainz‑Mombach ab.

Das Jahr 1950 stand ganz im Zeichen des Aufbaus des Vereins. So wurde unter anderem in der Generalversammlung die Wiedergründung einer Damenriege beschlossen. Bereits in den 20er Jahren gehörten dem Turnverein aktive Turnerinnen an. An dieser Stelle soll eine Gruppe von Aktiven besonders erwähnt werden. Kurz nach dem Kriege fanden sich ein paar junge Leute zusammen und begannen, sich einer bis dahin in Eich nur sehr wenig bekannten Sportart dem Tischtennisspiel, zu widmen. Unter primitiven Verhältnissen, zuerst in einer Obsthalle auf gewöhnlichen Tischen und dann in einem Schulkeller, wurde das Training begonnen. Aber bereits sehr rasch stellten sich schöne Erfolge ein. Da jedoch diese kleine Gruppe finanziell aus sich heraus nicht bestehen konnte, wurde der Antrag zur Angliederung an den Turnverein gestellt

In der Generalversammlung am 18. März 1950 wurde der Antrag angenommen und die Gründung einer Tischtennisabteilung unter der Leitung von Helmut Bechtel. beschlossen. Die Tischtennisabteilung ist bis zum heutigen Tag eine sehr aktive Abteilung des Vereins geblieben. Von den zahlreichen Erfolgen wird später noch die Rede sein.

Noch erwähnenswert aus dem Jahre 1950 ist die Mitwirkung des Vereins an dem 100jährigen Jubiläum des Männergesangvereins»Sängerbund Eich« und die Teilnahme von 20 jungen und Mädchen an dem Kinderturnfest in Pfiffligheim. Aus der Fülle der Geschehnisse der jüngeren Vergangenheit unseres Vereines, die uns zum Teil noch gegenwärtig sind, wollen wir im folgenden die wichtigsten Ereignisse noch einmal stichwortartig vor unseren Augen Revue passieren lassen.

 

1951 Der Verein hielt mit vielErfolg einen Bunten Abend ab. Einige Turner nahmen aktiv am 60jährigen Jubiläum des Turnvereins Bürstadt teil. Die Turnwarte klagten über schlechten Besuch der Turnstunden. Den Vorsitz führte Ludwig Ebling.

 

1952 Ludwig Ebling übergab die Leitung des Vereins an Ferdinand Ziegler. In der Generalversammlung am 12. Januar 1952 wurde Ludwig Ebling einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt Die Zahl der Mitglieder ist auf 202 angewachsen. Die Siegerehrung für die im abgelaufenen Turnjahr errungenen Siege der Turner und Turnerinnen auf dem Gauturnfest in Guntersblum und dem Landskronfest in Oppenheim erfolgte im Rahmen einer Weihnachtsfeier. Der 1. Mannschaft der Tischtennisabteilung gelang es, die Meisterschaft in der Kreisklasse B zu gewinnen.

 

1953 Das von Ferdinand Ziegler zur Verfügung gestellte Amt des 1. Vorsitzenden wurde vom Ehrenvorsitzenden Ludwig Ebling übernommen. Der Verein feierte sein 65jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am 24./25. Oktober ein turnerischer Abend unter Mitwirkung einer Schweizer Turnriege, Turnern der Kreisriege und des Turners Schnepf von der Deutschlandriege statt Die beiden damals noch lebenden Mitgründer Philipp Muth und Adam Gutjahr wurden an diesem Abend besonders geehrt. Die Veranstaltung fand ein lebhaftes Echo in der Gemeinde.

Der Verein beteiligte sich an der Einweihung der Gedenkstätte für die Gefallenen des Sportvereins am 2. Juni 1953 und an der Gedenktafelenthüllung des MGV »Sängerbund Eich« am 28. Juni 1953.

An einem turnerischen Abend am 18. April 1953, zu dem der Turnverein Schwabsburg eingeladen war, wurden beachtliche turnerische Leistungen gezeigt

Am 100 jährigen Jubiläum des Turnvereins Gimbsheim beteiligten wir uns am Festzug; unsere Damenriege führte Reifenübungen vor, und die Turner zeigten unter dem Riegenführer Fritz Groh in einer Musterriege beachtenswerte Übungen am Barren.

 

1954 Fritz Beckenbach wurde von der Generalversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt

Zwischen Oberflörsheim, Hillesheim und Eich wurde ein Gerätevergleichskampf ausgetragen. Geturnt wurde am Barren, Pferd, Reck, an den Ringen und am Boden. Während es in Oberflürsheim und Hillesheim nur zum 3. Sieger reichte, gingen unsere Turner in Eich als 2. Sieger hervor.

Am Kinderturnfest in Guntersblum nahmen 24 Schüler und Schülerinnen teil. Außerdem waren unsere Turner noch aktiv vertreten bei den Jugendbestenkämpfen in Worms, am Waldbergfest in Ingelheim, am Kreisturnfest in Heppenheim und beim Landskronfest in Oppenheim.

 

1955 Als 1. Vorsitzender wurde wiederum Fritz Beckenbach bestätigt. Bei dem Landesturnfest in Wöllstein konnten 17 Turner und 2 Turnerinnen einen Preis gewinnen. Die Tischtennisabteilung hatte 3 Mannschaften gemeldet Die 1. Mannschaft spielte in der Bezirksklasse, die 2. und 3. Mannschaft in der Kreisklasse. Alle 3 Mannschaften belegten gute Mittelplätze.

 

1956 Fritz Beckenbach übergibt den Vorsitz an Helmut Bechtel, der dieses Amt nun bis 1961 inne hatte. Die Generalversammlung nahm einstimmig eine neue Satzung an, die ab sofort Gültigkeit hatte. Der Besuch der Turnstunden ließ leider immer mehr zu wünschen übrig. Zu einem Gerätekampf nach Mettenheim konnten nur noch 5 Turner geschickt werden. Ernst Münk erhielt die Vorturnernadel.

Am 6. Oktober war der Turnverein Eppelborn/Saar zu Gast Im Saalbau Gutjahr wurde ein Schauturnern durchgeführt. Die 45 Gäste aus Eppelbom wurden bei Vereinsmitgliedern einquartiert.

1961  Die Generalversammlung wählte am 28. Januar Peter Kunz zum 1. Vorsitzen­den. Eine Sammlung bei den Mitgliedern zur Fertigstellung der 100‑m‑Bahn erbrachte 437,‑ DM. Die Gemeinde gab einen Zuschuss von 300,‑ DM. Mit diesen Mitteln gelang es uns endlich, unter tatkräftiger Selbsthilfe einiger Mitglieder, die 100‑m‑Bahn Fertigzustellen. Gleichzeitig wurde der Bau eines Unterkunfts‑ und Geräteraumes in Angriff genommen. Hierzu diente eine kostenlos von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Wohnbaracke.

 

In sportlicher Hinsicht war das Jahr 1961 besonders erfolgreich und brachte einen spürbaren Aufschwung für den Verein. Aus der Fülle der Beteiligungen an sportlichen Veranstaltungen seien die Teilnahme am Gauturnfest in Guntersblum und am Kinderturnfest in Gimbsheim erwähnt.

Besonders erfolgreich waren unsere Leichtathleten. Die Männer, die

A‑ und B‑Jugend und die Schüler erzielten sieben erste Preise, zehn zweite Preise und dreizehn dritte Preise. Walter Knecht wurde Kreismeister im Fünfkampf, Günther Kaiser im Speerwurf und Klaus Willius im 110‑m‑Hürdenlauf Unsere Tischtennisspieler konnten erstmals den Altrheinpokal gewinnen. Erfreulich ist auch, dass es dem Verein gelang, 2 7 Mädchen für das Mädchenturnen zu gewinnen. Einen guten Anklang fanden die auf der General­versammlung erstmals von den Tumbrüdem Karl van Kaick und Walter Knecht vorgeführten Farbdias aus dem Vereinsgeschehen, die die einzelnen Jahresberichte der Abtei­lungsleiter bilddokumentarisch ergänzten.

 

1962 ‑ Peter Kunz wurde wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Angespornt durch die Erfolge des letzten Jahres wurde vom Vorstand beschlossen, erstmals auf dem herrlich gelegenen Sportplatzgelände ein Altrheinsportfest abzuhalten. Am 7. Juli fand das mit' viel Spannung erwartete Treffen der Leichtathleten bei strahlendem Sonnenschein statt. Mit rund 80 aktiven Teilnehmern aus 10 Vereinen des Kreises Worms sowie der Kreise Bergstraße und Groß‑Gerau nahm die sportliche Veranstaltung einen überaus befriedi­genden Verlauf In allen Disziplinen wurden überraschend gute Ergebnisse erzielt Im Mannschaftsdreikampf konnte Eich nach dem 'TV Groß‑Gerau und dem TV Alsheim 3. Sieger werden. Eine gute Resonanz, auch bei der Eicher Bevölkerung, fand der am Nachmittag durchgeführte Ostsstaffellauf über 1800 in, bei dem die TSG Bechtheim einen vom Verein gestifteten und jedes Jahr zu verteidigenden Wanderpreis gewann. Beim Altrheinsportfest wurde auch das Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben.

Karl van Kaick und Willi Günther erhielten als Altersturner das Leistungsabzeichen des Leichtathletikverbandes in Gold, Richard Kemmeter in Silber und Peter Kunz in Bronze. An 23 jugendliche konnten Schülerleistungsabzeichen ausgegeben werden.

Die Tischtennisabteilung hatte für die Spielsaison 1962/63 wiederum drei Mannschaften gemeldet, von denen die 1. Mannschaft in der Verbandsliga einen guten Mittelplatz erreichte. Die 2. Mannschaft konnte sogar nach Abschluss der Vorrunde den 3. Platz einnehmen. Auch die 3. Mannschaft errang einen guten Mittelplatz.

 

1963  Das Vereinsjahr 1963 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung und der Durchführung des 75jährigen Jubiläums.

Nach einem Beschluss des Vorstandes sollte das Fest in einem kleinen Rahmen gefeiert werden. Im Rückblick war es ein großes Ereignis, nicht nur für den Verein, sondern für die gesamte Gemeinde, was vor allem in der regen Anteilnahme der Eicher Bevölkerung zum Ausdruck kam.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen am 6. Juli mit einer Totenehrung auf dem Friedhof, an der sich alle Ortsvereine beteiligten. Am Abend folgte der große Festkom­mers im überfüllten Saalbau Gutjahr. Das reichhaltige Programm zog sich über fünf Stunden, fast »etwas zu viel«, wie die Wormser Zeitung in einem Bericht vermerkte.

Die Schirmherrschaft hatte Bürgermeister Becker für den zunächst vorgesehenen, aber zwischenzeitlich in den Ruhestand getretenen Landrat Schick übernommen.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden Peter Kunz sprach die Präsidentin der Ehrendamen, Rosemarie Pfarr, den Festprolog. Die Festansprache hielt das Ehrenmitglied Adolf van Kaick. Er erinnerte darin an die Leistungen der Eicher Turner in früheren Jahren und bedauerte, dass das Turnen leichteren Sportarten gewichen sei. Er schloss mit den Worten: »Wenn der deutsche Turnergeist wieder an Boden gewinnt, so ist mein herzlichster Jubiläumswunsch für den TV Eich in Erfüllung gegangen.«

Die Ehrung zahlreicher verdienter Vereinsmitglieder nahm der zweite Vorsitzende Peter Müller vor.

Der große Kreis der Gratulanten wurde angeführt von den Vertretern der verschiedenen Verbände, gefolgt von den Abordnungen der befreundeten Vereine aus den Nachbargemeinden und den Eicher Ortsvereinen.

Sportliche Höhepunkte bildeten Darbietungen der Gauriege Nibelungen, Vorführungen des Polizeisportvereins Mainz im Judo und gymnastische Übungen mit Bällen und Reifen der Damenriege des TV Mettenheim.

Musikalisch eingerahmt wurde der Abend vom Spielmannszug der Eicher Feuerwehr, dem Mandolinenclub Goldklang und dem Männergesangverein Eich.

Als Symbol der Zusammengehörigkeit und der Einheit weihte die Präsidentin Rosemarie Pfarr die neue Vereinsfahne und übergab sie dem Verein als Wegbegleiter

Der zweite Festtag begann mit einem Weckruf dem sich die Festgottesdienste beider Konfessionen um 8 Uhr anschlossen. Bereits um 9 Uhr wurde der sportliche Teil mit den Schülerwettkämpfen auf dem Sportgelände eröffnet.

Höhepunkt des zweiten Tages war zweifellos der große Festzug, der sich ab dem frühen Nachmittag durch die mit Fahnen und Girlanden geschmückten Ortsstraßen zog.

Mit Leichtathletikwettkämpfen der Altherren und Kinderbelustigungen wurde das Programm am Nachmittag fortgesetzt Zum Abschluss der Festtage fand im Saale Gutjahr ein großer Festball statt

Das jubiläumsgeschehen wurde dem Vorstand, den Festdamen und interessierten Vereinsmitgliedern am jahresende durch einen Tonfilm von Karl van Kaick noch einmal lebhaft in Erinnerung gerufen. Bei dieser Gelegenheit erhielten die Festdamen ein Erinnerungsgeschenk, die das Fest unterstützenden Vereine eine Spende zur Anschaffung von Musikinstrumenten und Noten.

Auch im Jubiläumsjahr wurde das im Vorjahr so erfolgreich ins Leben gerufene Altrheinsportfest wieder unter zahlreicher Beteiligung auswärtiger Vereine abgehalten.

Außerdem besuchten Turner und Leichtathleten neben dem Landskronfest in Oppenheim zahlreiche Sportfeste in der näheren und weiteren Umgebung. Es war ein überaus erfolgreiches Sportjahr. Unser Verein konnte in der Vereinswertung unter 48 Vereinen in Rheinhessen mit 50867 Punkten den achten Platz erreichen, wie Sportwart Walter Knecht in seinem Jahresbericht vermerkte.

Erfolgreich war auch die Tischtennisabteilung. Erstmals konnte eine Jugendmannschaft aufgestellt werden, die in der Gruppe B einen beachtenswerten zweiten Platz belegte. Die zwei aktiven Mannschaften erreichten in der Verbandsliga und in der Kreisklasse 1 gute Plätze im Mittelfeld.

Der gesamte Vorstand wurde in seinem Amt bestätigt; hinzugewählt wurden als Turnwart Adolf Orth und als Turnwartin Rosemarie Pfarr.

 

Die Ehrenmitglieder im Jubiläumsjahr 1963:

Becker, Jakob van Kaick, Ludwig Rösch, Jakob Büttel, Valentin II.van Kaick, Adolf Schlosser, Ludwig Buscher, Philipp Lieth, JakobSchneider, Jakob Ebling, Jakob Muth, Alexander Schmitt, Heinrich Fretter, August Mahlerwein, Jakob Vierheller,

 Johann Hess, August Nickel, Adam Widder, Adam Kissel, Georg Obentheuer, Johann Winter, Willi van Kaick, Heinrich Rösch, Rudolf

 

Die Vorstandsmitglieder im jubiläumsjahr 1963:

Müller, Peter Kunz, Peter Reich, Ernst

Beckenbach, Fritz van Kaick, Karl Sely, Rony

Bechtel, Helmut Klinger, Josef Sauder, Rudi

Geiger, Willi Ochs, Richard          Widder, Heinrich

Hach, Günter Rösch, Rudolf

Knecht, Walter Reich, Adam

1964 Nach dem überaus erfolgreichen Jubiläurnsjahr ließen die Aktivitäten in diesem Jahr sehr zu wünschen übrig. Im Protokoll ist hierzu vermerkt: »Jammervoll, erfolglos, ja beschämend ist das Jahr 1964 im Rückblick zu sehen«.

Dabei war man in Verbindung mit den neu verpflichteten Turnwarten mit hochgesteckten Zielen in das neue Jahr gegangen. Im Jahresrückblick reihen sich die Negativmeldungen aneinander. Das Schüler und Altherrensportfest musste ausfallen. Zum 100jährigen Jubiläumsfest des Turvereins Alsheim, verbunden mit dem Kreiskinderturnfest, konnten wir keinen einzigen Aktiven entsenden. Die Weihnachtsfeier wurde abgesagt. Lediglich das 3. Altrheinsportfest und die Schülergruppenkämpfe konnten abgehalten werden.

Auch die Tischtennisabteilung hatte im Nachjubiläumsjahr einen »Durchhänger«. Die Jugendmannschaft musste aufgelöst werden. Die erste Mannschaft erreichte in der Verbandsrunde einen 4. Platz, die zweite Mannschaft belegte den 5. Platz in der Kreisklasse 1. Ernst‑Ludwig Ebling gewann den neuen Pokal in der erstmals ausgetragenen Vereinsmeisterschaft.

Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Peter Kunz, 1. Vorsitzender, Walter Knecht 2. Vorsitzender sowie Adam Reich, Willi Günther, Fritz Beckenbach, Heinrich Widder und Ludwig Sauder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der Vereinsbeitrag wird auf 1,‑ DM pro Monat festgesetzt

 

1965 Auch in diesem Jahr fehlt es im sportlichen Geschehen noch am rechten Schwung. Die Leichtathletikabteilung war nicht in der Lage, an Veranstaltungen mit einer 5er Mannschaft anzutreten. Ähnliches wird in den Protokollen von den Turnern berichtet

Das vierte Altrheinsportfest, das zusammen mit den Schülergruppenkämpfen veranstaltet wurde, war mit 100 Aktiven und 130 Schülern recht gut besucht. Vor allem der TV Groß‑Gerau war sehr erfolgreich. Er gewann den für dieses Sportfest gestifteten Wanderpokal zum dritten Male; er ging somit endgültig in den Besitz dieses Vereins über.

Der Reinerlös aus dem Maskenball im Saalbau Gutjahr erbrachte ganze 6,50 DM. Der Kinderkräppelkaffee musste vom Verein noch mit 60,‑ DM bezuschusst werden.

Statt eines lizenzierten Übungsleiters für das Turnen übernimmt Adolf Orth die Übungsstunden. Er erhält erstmals hierfür eine Vergütung von 5,‑ DM pro Übungsstun­de. Die Generalversammlung wurde von 21 Mitgliedern besucht Bei den Wahlen wur­den Peter Kunz, 1. Vorsitzender, und Peter Müller, Schriftführer, in den Ämtern bestätigt. Zum Turnwart wurde Adolf Orth, zum Leichtathletikwart Walter Knecht und zum

Tischtenniswart Manfred Lauermann gewählt.

 

1966 Die Beteiligungen an sportlichen Veranstaltungen und am Übungsbetrieb sind zwar etwas reger, der Verein befindet sich jedoch noch immer in einem Leistungs­tief Sportlich recht erfolgreich verlief das fünfte Altrheinsportfest: 3 Wanderpokale wurden vergeben, von denen einer erneut an den TV Groß‑Gerau fiel. Die Schüler und Schülerinnen nahmen am Kinderturnfest in Osthofen teil und die Aktiven am Lands­kronfest in Oppenheim.

Der Vereinsausflug hatte in diesem Jahr den Spessart zum Ziel.

Am 70jährigenjubiläum der Feuerwehr Eich beteiligte sich der Verein am Kommers mit einer turnerischen Vorführung und am Festzug mit einem Festwagen. Als Jubiläumsgeschenk wurde eine gestickte Fahnenschleife überreicht

Peter Müller, langjähriges Mitglied des Vorstandes und Schriftführer, musste sein Amt aus Gesundheitsgründen abgeben. Für seine großen Verdienste wurde er vom Verein geehrt

Im Vorstand gibt es durch das Ausscheiden von Peter Müller einige Veränderungen. Gewählt wurden: Peter Kunz, 1. Vorsitzender, Gustav Horn, 2. Vorsitzender, Manfred Lauermann, 1. Schriftführer, Rudi Sauder, 2. Schriftführer, Günter Hach, Kassenwart sowie als Beisitzer Fritz Beckenbach, Ernst Reich und Georg Wildner.

1967 Im Jahresbericht ist vermerkt: »Das verflossene Jahr brachte einen kleinen Aufschwung«. Die Übungsstunden wurden wieder besser besucht, und wir beteiligten uns mit einer großen Zahl von Aktiven an verschiedenen Sportfesten.

Die B‑Jugend gewann beim 6. Altrheinsportfest die 4 x 100‑m‑Staffel

und brachte durch diesen Sieg einen Wanderpokal in den Besitz

des Vereins. Das erstmals durchgeführte Mannschaftstauziehen stieß

auf gute Resonanz. Sieger wurde die Mannschaft vom FC Germania 07

Eich. Ingrid Heinz und Doris Strekkenbach erreichten Plätze unter den

ersten 10 der Landesbestenliste. Der Festwagen des Turnvereins zum 70jährigen Jubiläum Vereinsausflug führte in die Pfalz, der Freiwilligen Feuer‑Wehr Eich musste aber wegen geringer Beteiligung vom Verein bezuschusst werden. Der Fastnachtsball im Februar hingegen war recht

gut besucht Im November 1967 übernahm Peter Kunz den Vorsitz im Vereinsring. Die nur 17 anwesenden Mitglieder bestätigten den gesamten Vorstand in seinen Ämtern.

 

1968 ‑ Der Übungsbetrieb wird vom Saalbau Gutjahr in die neue Schulturnhalle verlegt Dadurch verbessern sich die Bedingungen für die Übungsstunden. Die turnerische Betreuung der Mädchen übernimmt Edith Reich, die der jungen Lehrer Standtke. Als Übungsleiter für Tischtennis wird Ludwig Nowak verpflichtet. Kurt Fraas leitet die Gymnastikstunden der Frauen. Leider verlieren wir durch einen Umzug nach Biebes­heim unseren langjährigen und erfolgreichen Sportwart Walter Knecht

Mitte des Jahres wird der Vorstand des SC Ibersheim wegen einer Fusion mit dem TV Eich vorstellig. Eine außerordentliche Generalversammlung des SC Ibersheim lehnt jedoch einen entsprechenden Antrag seines Vorstandes ab. Daraufhin treten 15 Aktive, vorwiegend Tischtennisspieler, zum TV Eich über.

Das Altrheinsportfest konnte wegen eines Fußballturniers, zu dem 80 bis 100 Schüler aus Frankreich zu Gast waren, nicht abgehalten werden. Die Beteiligungen an einer Reihe von Sportveranstaltungen waren erheblich stärker als in den Vorjahren. Fastnachtsveranstaltung und Vereinsausflug entfielen infolge der schlechten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren.

1969 Günter Reich wird in der Generalversammlung am 11. Januar 1969 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernimmt Peter Kunz, Schriftführer wird Manfred Lauermann, Kassenwart Günter Hach, Gerätewart Adam Reich, Pressewart Bruno Piehl. Zu Abteilungsleitern werden gewählt: Edith Reich, Leichtathletik, Manfred Lauermann, Tischtennis, und Ernst Frey, Turnen.

Der Antrag des neu gewählten 1. Vorsitzenden auf Eintragung ins Vereinsregister wird von der Generalversammlung einstimmig angenommen. Die Tischtennisabteilung feiert am 5. Juli ihr 20jähriges Bestehen In einer kleinen Feierstunde in der Turnhalle wird die erste Mannschaft für ihren Aufstieg in die Landesliga geehrt.

Bereits im Mai waren aus Anlass dieses Jubiläums Tischtennisspieler von Sparta Prag zu einem Freundschaftsspiel bei uns zu Gast. Ein Empfang der Gemeinde Eich, eine Be­sichtigung der Firma Kübel in Worms sowie ein gemütlicher Abend im Gasthaus Dann rundeten das Besuchsprogramm der Gäste ab. Die Tischtennisabteilung war in diesem Jahr auch Ausrichter des Altrheintuniers.

Am Altrheinsportfest im Juni beteiligten sich wieder über 90 Aktive. Die erstmals durchgeführten Vereinsmeisterschaften der Leichtathletikabteilung sollen wegen des großen Erfolges fester Bestandteil der Sportveranstaltungen werden. Die Bewerbung für die Austragung des Gaukinderturnfestes im Jahre 1970 ist erfolgreich. Wir erhalten den Zuschlag und können diese Großveranstaltung auf dem Sportgelände austragen. Die Herbsttagung des Nibelungenturngaues Worms findet unter unserer Obhut statt.

Der mit dem FC Germania 07 diskutierte Plan, in Selbsthilfe gemeinsam eine Sporthalle zu errichten, wird wieder aufgegeben.

 

1970  Die Talsohle scheint endlich durchschritten zu sein. Der Verein erlebt ein Jahr mit vielen Veranstaltungen und bemerkenswerten sportlichen Leistungen. Zur Leistungsförderung in der Leichtathletik trägt die Gründung der LG Altrhein bei, an der sich die Vereine unserer Nachbargemeinden Gimbsheim, Hamm und Ibersheim beteiligen. Ein erster Höhepunkt ist die Einweihung des neuen Sportgeländes Anfang Mai, die mit dem Stützpunkttag verbunden war. Mit dem großzügig angelegten Sportgelände stehen nun für unsere Leichtathleten ideale Übungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur Vorbereitung auf das sportliche Ereignis des Jahres, das Gaukinderturnfest, wurde das Vereinsheim mit frischem Anstrich versehen und neu gedeckt Das Gaukinderturnfest am 28. Juni 1970 begann so hoffnungsvoll, war hervorragend organisiert und musste leider am Nachmittag vorzeitig wegen strömenden Regens abgebrochen werden. Über 1200 Kinder beteiligten sich an den sportlichen Wettkämpfen und an dem zu dieser Zeit noch üblichen Umzug durch die festlich geschmückten Ortsstraßen. Die anschließend geplanten Schaukämpfe mussten wegen des Regens abgesagt werden. Bei den Landesschülermeisterschaften konnten wir drei Landesmeistertitel holen. Das Altrheinsportfest stand in diesem Jahr etwas im Schatten der übrigen Ereignisse und einiger Parallelveranstaltungen auf Verbandsebene.

Den Schlusspunkt der Leichtathletikveranstaltungen bildete der Ende September ausgetragene Schülervergleichskampf Saarland, Pfalz und Rheinhessen. Auch hier erhielt der Verein, nach anfänglicher Skepsis der verantwortlichen Verbände, wie bereits am Gaukinderturnfest viel Lob für die hervorragende Organisation.

Die Tischtennisabteilung führte erstmals bei überraschend guter Beteiligung ein Weihnachtsturnier durch.

Ein Erfolg war auch der Fastnachtsball in der neuen Schulturnhalle. Im Protokoll ist zu lesen: »Eine volle Turnhalle und viele leere Flaschen ließen den ersten Vorsitzenden und den Kassenwart strahlen.«

1971 Günter Reich wird als erster Vorsitzender wiedergewählt. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes werden in ihren Ämtern bestätigt. Heini Widder wird Leiter der Leichtathletikabteilung.

Auch der zweite in eigener Regie durchgeführte Fastnachtsball in der Schulturnhalle bessert die Vereinskasse auf

Beim 75jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr zeigte unsere Schülerriege ihr Können auf dem Kommers. Den großen Festzug unterstützten wir mit zwei Festwagen, die Motive aus unserem Sportangebot trugen.

Die sportlich hervorragende Leistung ist der Aufstieg der ersten Mannschaft unserer Tischtennisabteilung in die Landesliga Hessen Süd. Zusätzlich wurden die zweite und die vierte Mannschaft Meister ihrer Klassen. Aus diesen Anlässen fand am 23. Mai 1971 im Gasthaus Münk eine Meisterschaftsfeier statt. In Anwesenheit des RTTV‑Vorsitzenden ehrte der Verein die Mannschaften.

Zum zweiten Mal richteten die Aktiven der Tischtennisabteilung das Tischtennisweihnachtsturnier aus. Es musste wegen der zahlreichen Turnierteilnehmer in der neuen Gemeindehalle Hamm und in der Schulturnhalle Eich ausgetragen werden.

Die Leichtathletikabteilung organisierte insgesamt acht Veranstaltungen mit teilweise sehr guten Erfolgen, acht 1. Plätze allein bei den Kreismeisterschaften. Zum Saisonende konnten den Aktiven 16 Mehrkampfnadeln in Gold, 35 in Silber und 28 in Bronze überreicht werden.

Auch die Turnabteilung, unter ihrem Betreuer Ernst Frey, erzielte auf verschiedenen Turnfesten gute Placierungen. Klaus Kaiser erkämpfte sich sogar einen ersten Platz bei den Südwestdeutschen Meisterschaften, auf denen er für die TG Mainz startete.

 

1972 Der Vereinsbeitrag wird auf 2,50 DM für Erwachsene, 1,50 DM für Jugendliche und 1,‑ DM für Schüler pro Monat erhöht Die Generalversammlung fasst hierüber einen einstimmigen Beschluss. Die Mitgliederzahl steigt auf 319, davon 150 Erwachsene, 44 jugendliche und 127 Schülen

Die überaus erfreuliche Zunahme der sportlichen Aktivitäten in allen Abteilungen wirft Probleme auf Die Übungsleiter kommen mit der Belegung der Schulturnhalle nicht mehr zurecht. Kompromisse müssen geschlossen werden, die verbunden sind mit der Hoffnung auf Besserung durch den geplanten Bau der Altrheinhalle. Der Vorsitzende stellt im Zusammenhang mit dem Neubauprojekt die Gründung einer Handballabteilung zur Diskussion.

Bedingt durch die Aufstiege von drei Mannschaften in der letzten Spielsaison, konnte die Tischtennisabteilung die Erfolge des Vorjahres in den Mannschaftswettbewerben nicht wiederholen. Dennoch konnten gute Tabellenplätze belegt werden. Die erste Mannschaft erreichte im Rheinhessenpokal das Endspiel, verlor dieses aber mit 2: 5 gegen PSV Mainz. Das dritte Weihnachtsturnier, wiederum aus Platzgründen in der Hammer Gemeindehalle und in der Eicher Schulturnhalle ausgetragen, war mit 670 Teilnehmern aus 77 Vereinen und Spitzenspielern aus Deutschland herausragende Veranstaltung der Tischtennisabteilung.

Die Leichtathleten beteiligten sich an zahlreichen Turnieren und erzielten viele erste Plätze und eine Reihe guter Placierungen. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Stefan Bernstorff und Ingrid Bittmann im Kugelstoßen und von Brigitte Widder im 800‑Meter‑Lauf bei den Landeseinzelmeisterschaften. Sie erzielten jeweils den ersten Platz. Ebenso waren sie Teilnehmer für unseren Landesverband an dem Länder­vergleichskampf Rheinland‑Pfalz und Saarland.

In der Turnabteilung setzte sich der Aufwärtstrend der jugendlichen fort. Klaus Kaiser wurde auf dem Gaukinderturnfest in Abenheim Sieger in der Leistungsklasse.

Auch auf dem Gaukinderturnfest in Schornsheim belegte er den ersten Platz. Christian Rieß konnte den zweiten Platz erringen.

Die einzelnen Abteilungen werden von folgenden Übungsleitern betreut: Leichtathletik Margit und Gerd Heller, Turnen Ernst Frey und Irmtraud Ritscher, Kindertumen Kurt Fraas, Tischtennis Karl‑Heinz Klinger.

 

1973 Der Verein begeht sein 85jähriges Bestehen. Es findet in kleinem Rahmen in Form eines Vereinsballes statt Die Feier war verbunden mit der Ehrung verdienter Mitglieder des Vereins.

Günter Reich wird erneut in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigt. Zweiter Vorsitzender wird Manfred Stauftenberg. Die übrigen Vorstandsmitglieder verbleiben in ihren Ämtern.

Nach langer Pause wurde am Rosenmontag wieder eine Kinderfastnacht organisiert. Sie fand unter der Betreuung von Kurt Fraas guten Anklang. Der Fastnachtsball war, wie schon in den Vorjahren, ein voller Erfolg mit einer entsprechenden Aufbesserung der Vereinskasse.

Am Kommers des Mandolinenclubs aus Anlaß seines 50jährigen Jubiläums zeigten unsere Turnerinnen und Tumer unter der Obhut von Irmtraud Ritscher und Klaus Frey ihr Können.

Die Anziehungskraft des Altrheinsportfestes läßt von Jahr zu Jahr nach. Es war wie­derum nur mäßig besucht. Hingegen fanden die Schülermehrkämpfe am 1. Mai ein gutes Echo. Zu einem großen Erfolg für den Verein wurde das Kreisschülersportfest.

Margit und Gerd Heller treten als Übungsleiter der Leichtathletikabteihnig zurück. Robert Becker übemimmt die Betreuung der Aktiven.

 

1974  In der Generalversammlung am 2. Februar 1974 wird die Gründung einer Handballabteilung beschlossen. Zum Abteilungsleiter wird Bruno Piehl gewählt. Überraschend tritt am 21. März 19 74 der erste Vorsitzende Günter Reich von seinem Amt zurück. In einer anschließenden Sitzung wird das langjährige Vorstandsmitglied Manfred Lauermann mit der kommissarischen Vereinsführung bis zur nächsten Generalversammlung beauftragt.

In der neu erbauten Allrheinhalle organisiert die Tischtennisabteilung ein Tischten­nisspitzenspiel zwischen Düsseldorf und Mörfelden, bei dem durch einen unerwartet schwachen Besuch ein Minus von 140,‑ DM entstand. Die Tischtennisabteilung war auch Ausrichter der Rheinland‑Pfälz‑Meisterschaften.

Erfolgreicher waren die erstmals ausgetragenen Handballspiele; sie brachten dem Verein neben dem sportlichen Gewinn auch ein kleines Plus in der Kasse.

Der Vereinsausflug führte mit dem Schiff nach St. Goar.

Die Gründung einer Tennisabteilung wurde in Erwägung gezogen, zerschlug sich jedoch auf Grund der geführten Gespräche und Verhandlungen sehr bald.

1975 Manfred Lauermann wird als 1. Vorsitzender gewählt. Im geschäftsführenden Vorstand sind außerdem vertreten: Bruno Piehl, 2. Vorsitzender, Günter Hach, Kassenwart, und Eckhard Blum, Schriftführer. Die Zahl der im Vorstand vertretenen Beisitzer wird auf sechs erhöht.

Irrntraud Ritscher nimmt mit 20 Turnerinnen am Landesturnfest in Mainz teil. Einige Monate später stellt sie ihr Amt als Übungsleiterin zur Verfügung. Für eine kurze Zeit ist die Turnabteilung ohne Übungsleiter. Der Vorstand ist bemüht, diese Lücke so schnell wie möglich zu schließen. Für einige Monate hält Inge Kärcher aus Gimbsheim die Turnstunden.

Zum ersten Mal werden Turnstunden für Kinder im Vorschulalter abgehalten, ein Angebot, das sehr bald von vielen Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren angenommen wird. Diese Turnstunden werden von Eckhard Blum geleitet.

Der Turnverein beteiligt sich mit einem Festwagen, der die Symbole unserer Sportarten zeigt, am Festzug des Männergesangvereins Eich, der sein 125jähriges Jubiläum feiert.

Die Leichtathletikabteilung ist Ausrichter der Rheinhessischen Landesschülermeisterschaften. Der Rheinhessische Tischtennisverband übergibt die Ausrichtung der Pokalmannschaftsmeisterschaften an die Tischtennisabteilung unseres Vereins.

Das Jahr 1975 bringt einen ersten Höhepunkt für die Handballabteilung. Die 1. Herrenmannschaft erringt die Meisterschaft in der C‑Klasse Rheinhessen Ost und schafft damit den ersehnten Aufstieg in die B‑Klasse. Anlässlich der Meisterschaftsfeier am 31. Mai werden die Sportler geehrt.

Die Weihnachtsfeier ist mit einer Tombola verbunden. Die Kinder erhalten als Geschenk ein T‑Shirt mit Vereinsaufdruck. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung ist Herr Krohm, der Pächter der Altrheinhallengaststätte, verantwortlich.

 

1976 Als neue Übungsleiterin der Turnabteilung konnte Ingrid Mühlhaus aus Hamm gewonnen werden. Auf der Generalversammlung wird sie als Abteilungsleiterin für Turnen in den Vorstand berufen.

Der Nibelungen‑Tumgau hat unserem Verein die Ausrichtung des Gaukinderturnfestes übertragen. Der Vorstand hat sich in vielen Sitzungen mit der Vorbereitung dieser Veranstaltung befasst, die am 26. Juni zur Zufriedenheit aller Beteiligten über die»Bühne« der Altrheinsportanlage ging.

Der sportliche Höhepunkt dieses Jahres war die erneute Meisterschaft der 1. Herren­mannschaft unserer noch jungen Handballabteilung. Im ersten Anlauf hat sie den Aufstieg in die A‑Klasse Rheinhessen Ost erkämpft Auf der Meisterschaftsfeier am 15. Mai erhielten die Spieler und Betreuer ein Bild der Meisterschaftsmannschaft. Für drei Tage war die Handballabteilung zu Gast in Pesmes in Frankreich.

Der Verbandstag des Rheinhessischen Tischtennisverbandes findet in der Altrheinhalle in Eich statt. Viele Tischtennisspieler unserer Abteilung werden für langjährige Spielertätigkeit ausgezeichnet

An der Weihnachtsfeier treten die Vorschulturnkinder zum ersten Mal auf Die Mäd­chen der Turnriege von Ingrid Mühlhaus zeigen Übungen am Boden und am Barren. Auch die Tischtennisabteilung ist mit einer Vorführung ihrer Sportart am Programm beteiligt. Die Kinder unseres Vereins freuen sich über eine Sporttasche mit Vereinsaufdruck, die sie als Geschenk erhalten.

 

1977 ‑ Eckhard Blum wird in der Generalversammlung am 8. Januar 1977 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das in der Vergangenheit nicht zu aller Zufriedenheit gelöste Problem der Mitgliederkartei wird endlich angepackt. 700 neue Karteikarten sorgen für eine einwandfreie Führung der Mitglieder mit allen erforderlichen Daten bis hin zu verliehenen Ehrungen. Gleichzeitig wird mit der Umstellung der Beitragskassierung begonnen. Neu eintretende Mitglieder sollen ihre Beiträge über das Bankeinzugsverfahren abführen.

Im Juli 1977 wird ein Versuch unternommen, mit Sport, Spiel und Geselligkeit die Zusammengehörigkeit der Mitglieder anzuregen und zu fördern. Am 17. Juli 1977 steigt der erste Familientag auf dem neuen Sportgelände. Er dient auch zur Abnahme des Sportabzeichens.

Die Gymnastikabteilung begeht ihr 10jähriges Bestehen. Am 9. Juli findet aus diesem Anlas in der Schulturnhalle eine kleine Feier mit einem Rahmenprogramm statt Diese Abteilung ist auch der Initiator des ersten Wandertages, an dem sich in den kommenden Jahren die übrigen Abteilungen des Vereins ebenfalls stärker beteiligen sollen.

Am Deutschen Turnfest in Hannover beteiligen wir uns mit 25 Aktiven. Fünf Turnerinnen reisen mit der Held‑Gruppe Bürstadt für 10 Tage nach Schweden.

Für das Vereinsarchiv werden für Filme und Dias 200,‑ DM zur Verfügung gestellt. Die Kinder und jugendlichen erhalten als Weihnachtsgeschenk ein Fotoalbum, das in den kommenden Jahren mit Erinnerungsfotos aus dem sportlichen Geschehen gefüllt werden soll.

Frau Mühlhaus kann aus beruflichen Gründen die Betreuung der Turnerinnen nur noch an einem Wochentag wahrnehmen.

 

1978 ‑ Der Verein wird 90 Jahre alt. Von einer ursprünglich ins Auge gefassten Jubiläumsfeier wird abgesehen.

Zur Abdeckung der Risiken für Fahrten zu sportlichen Veranstaltungen mit Privatfahrzeugen wird eine vom Sportbund empfohlene Kaskoversicherung abgeschlossen.

Anfang September findet der zweite Familientag statt. Neben den Dreikämpfen der Aktiven und jugendlichen sowie einigen Handballspielen sorgen verschiedene Spiele für einen abwechslungsreichen Tag.

Am Altrheinturnier der Tischtennisabteilung erreichen in der A‑Klasse Artur Baum Platz 1, Wilfried Mahlerwein Platz 2 und Karl‑Heinz Klinger Platz 3. Erfreulicherweise hat der Zuspruch des Nachwuchses am Trainingsbetrieb merklich zugenommen.

Erstmals werden für die Abteilungen Jahresetats festgesetzt Sie betragen für die Leichtathleten 1400,‑ DM, die Handballabteilung 3150,‑ DM, die Tischtennisabteilung 2275,‑ DM, die Turner 740,‑ DM und die Gymnastikdamen 460,‑ DM.

Die Weihnachtsfeier herkömmlicher Art wird ersetzt durch eine Jahresabschlussfeier, an der die Abteilungen einen Ausschnitt aus ihrem Sportprogramm darbieten. Sie findet bei Zuschauern und Aktiven guten Anklang und soll im nächsten Jahr durch eine in unserem Verein nicht praktizierte Sportart angereichert werden.

Eckhard Blum bleibt erster Vorsitzender. Zum zweiten Vorsitzenden wählt die Generalversammlung Ernst‑Ludwig Ebling. Rudi Sauder wird Leiter der Tischtennisabteilung, Bruno Piehl Leiter der Handballabteilung und Angelika Hartmann übernimmt die Leichtathletikabteilung.

Die Vereinsbeiträge müssen erneut erhöht werden, damit die Voraussetzungen für die Bezuschussung der Übungsleiter durch den Sportbund erfüllt sind. Sie betragen für Erwachsene 3,50 DM, für jugendliche 2,50 DM und für Kinder 1‑ DM je Monat. Zur Milderung der Belastung von Familien mit mehreren Vereinsmitgliedern wird ein Familienbeitrag von 9,‑ DM monatlich erhoben.

 

1979 Das Vereinsheim auf dem Sportgelände wird Opfer von Baumfällarbeiten. Die Beschädigungen sind so groß, dass sich eine Wiederinstandsetzung nicht mehr lohnt. Der bei der Haftpflichtversicherung geltend gemachte Schaden von 6000,‑ DM wird mit 4100,‑ DM entschädigt Mit dem endgültigen Abriss des alten Heimes werden Überlegungen über einen Gerätehausneubau als Erweiterung des bestehenden Baues auf dem neuen Sportgelände angestellt. Architekt Arnold wird mit der Planung beauftragt

Das Computerzeitalter hält auch in unserem Verein seinen Einzug. Zusammen mit dem Bankeinzugsverfahren für alle Mitglieder wird die Führung der Mitgliedsdaten mit Hilfe der Datenverarbeitung vorgenommen. Sie bringt dem Verein eine merkliche Entlastung der Verwaltungsarbeiten, bietet jederzeit Informationsmöglichkeiten über wichtige Daten der Mitglieder und ist erheblich kostengünstiger als der Einzug der Beiträge durch den Vereinskassierer.

Zwei für die Beteiligten unvergessliche Reisen wurden durchgeführt. Die Tischtennisabteilung unternimmt eine mehrtägige Fahrt in die Tschechoslowakei, trägt in Litvinov ein Freundschaftsspiel aus und besucht Prag. Die Spieler der Handballabteilung reisen nach Schweden zu einem Kleinfeldturnier. Von den zahlreichen Veranstaltungen des Vereins seien besonders das Familienfest, die Jahresabschlussfeier mit einer Einlage einer Kunstradfahrergruppe aus Worms und die Tischtennis‑Pokalmeisterschaften erwähnt

Eckhard Blum, erster Vorsitzender, und Günter Hach, Kassenwart, werden in ihren Ämtern bestätigt, ebenfalls die Abteilungsleiter Angelika Hartmann, Leichtathletik, Bruno Piehl, Handball, und Manfred Lauermann, Tischtennis.

Das breite Sportangebot wirkt sich günstig auf die Mitgliederzahlen aus. Sie steigen auf nahezu 400 an.

 

1980 ‑ Die Planung des neuen Gerätehauses wird weiter vorangetrieben. Architekt Arnold schätzt die Kosten auf 20.000,‑ DM. Der Sportbund sagt einen Zuschuss von ca. 20 % zu. Daraufhin beschließt der Vorstand, den Geräteraum in Eigenhilfe zu errichten.

Der Verein gibt sich eine neue Ehrensatzung. Danach werden Mitglieder nach 25, 40 und 50 Jahren Mitgliedschaft geehrt. Darüber hinaus sind künftig auch Ehrungen für besondere sportliche Leistungen und für langjährige Tätigkeiten im Verein möglich.

Auf Antrag wird dem Verein vom zuständigen Finanzamt der Status der Gemein­nützigkeit zuerkannt.

Der Etat für die Abteilungen wird auf insgesamt 10.000,‑ DM erhöht

Am Familienfest im August beteiligen sich auch einige andere Ortsvereine. Eine Anmeldung der Wettkämpfe beim Kreisverband sichert die Anerkennung der Leistungen zur Erlangung der Mehrkampfnadeln und des Sportabzeichens. Der Damenmannschaft der Handballabteilung gelingt der Aufstieg in die Regionalliga. Die Jahresabschlussfeier wird auch in diesem Jahr nicht als Weihnachtsfeier, sondern als eine Präsentation des Sportangebotes der einzelnen Abteilungen veranstaltet Die Kraftsportgruppe Mainz ergänzt die Darbietungen der Vereinsaktiven.

1981 Der sportliche Höhepunkt in diesem Jahr ist die Durchführung des Gaukinderturnfestes auf den beiden Sportanlagen. Auf einen Umzug durch die Ortsstraßen wird verzichtet. Zahlreiche Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf der sportlichen Wettkämpfe und für das leibliche Wohl der vielen Gäste.

Anfang des Jahres verabschiedet der Vorsitzende Blum die Leiterin der Leichtathletikabteilung Angelika Hartmann. Sie verlässt Eich aus beruflichen Gründen. Für ihren jahrelangen Einsatz bedankt sich der Verein mit einem kleinen Präsent. Zum Nachfolger wird Heini Widder gewählt, Kurt Fraas übernimmt die Übungsstunden.

Im Februar werden endlich die Baupläne für das Gerätehaus genehmigt. Die Gesamtkosten sind mit 40.000,‑ DM veranschlagt, 20.000,‑ DM muss der Verein selbst erbringen, damit die Zuschüsse der Verbände gewährt werden. Baubeginn ist der 16. Mai 1981. Mit einer großen Schar von Helfern wird in einer ersten Aktion die Bodenplatte fertiggestellt Dank des eifrigen Einsatzes kann bereits im August das Richtfest gefeiert werden.

Das Familienfest wird in diesem Jahr durch ein Spielfest ersetzt. Es dient der Vorbereitung einer größeren Veranstaltung dieser Art an der 1200‑Jahrfeier im Jahre 1982. Der Sportbund stellt eine Reihe von Spielgeräten zur Verfügung.

Am Pfingstturnier des Fußballclubs FC Germania Eich beteiligen sich die Tischtennis‑ und die Handballabteilung mit je einer Turniermannschaft. Eine besondere Attraktion auf der Jahresabschlussfeier waren die Rhönradfahrer aus Dannstadt Sie begeisterten die erfreulicherweise zunehmende Zahl der Gäste an dieser Veranstaltung.

Bei den Wahlen in der Generalversammlung wurde der Vorstand in seiner bisherigen Zusammensetzung bestätigt Zu Abteilungsleitern wurden gewählt: Heini Widder, Leichtathletik, Roland Kienzle, Turnen, Manfred Lauermann, Tischtennis, Inge Pusch, Gymnastik, Peter Zimmermann, Handball.

 

1982 Die Generalversammlung verabschiedet eine neue Vereinssatzung. Sie lehnt sich an eine Mustersatzung für Vereine an. Ernst‑Ludwig Ebling, 2. Vorsitzender, und Otto Thill, Schriftführer, werden wieder gewählt Rudi Sauder wird Leiter der Tischtennisabteilung. Wir übernehmen den Vorsitz im Vereinsring.

               Das Vereinsgeschehen wird von der 1200‑Jahrfeier geprägt An dem großen historischen Umzug beteiligen wir uns mit einem Fest wagen mit dem Motiv )Franz von Sickingen«. Die Kostüme werden von der Gemeinde kostenlos gestellt; Franz von Sickingen wird dargestellt von Peter Zimmermann Der Dorfgemeinschaftsabend wird durch Darbietungen der Turnabteilung und der Gymnastinnen unterstützt Das große Spielfest,

verbunden mit einem Kleinfeld-Handballturnier, findet guten Anklang. Das               Familienfest wird in kleinem Rahmen durchgeführt und gibt wieder Gelegenheit zur Abnahme des Sportabzeichens. Die hohe Anzahl

abgelegter Sportabzeichen im Verein finden Lob und Anerkennung in

der Presse.

               Die Bauarbeiten am. Vereinsheim schreiten zügig voran. Die aufgelaufenen Kosten betragen bereits 25.000,‑ DM; an Zuschüssen erhielten wir 8.000,‑ DM. Die restlichen Kosten konnte der Verein ohne Kreditaufnahme finanzieren. Durch Vorgaben des Landes-Sportbundes scheint eine erneute Erhöhung der Beiträge unumgänglich. Geplant ist ein Monatsbeitrag von 5,‑ DM für Erwachsene. An der Jahresabschlussfeier werden die Mitglieder Bruno Piehl (Silber), Adam Reich, Kurt Fraas und Günter Hach (Bronze) durch den Landessportbund geehrt.

Als Gäste treten in diesem Jahr die Rollschuhläufer aus Mainz auf

1983 ‑ Die Ehrensatzung des Vereins wurde nochmals überarbeitet und auf der Generalversammlung verabschiedet Geehrt werden künftig Mitglieder für die Dauer der Mitgliedschaft, für besondere Verdienste und für herausragende sportliche Leistungen.

Die bronzene Nadel wird bei 20 Jahren, die silberne bei 30 Jahren und die goldene bei 40 Jahren Mitgliedschaft verliehen. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft erfolgt nach 50 Jahren. Die Beiträge werden auf 5,‑ DM für Erwachsene, 3,‑ DM für jugendliche und 2,­DM für Kinder pro Monat festgelegt. Der Familienbeitrag beträgt nun 11,‑ DM je Monat. Die neuen Beiträge gelten ab 1984. Die Finanzen des Vereins werden erstmals steuerlich für die Jahre 1980/81/82 überprüft. Die Überprüfung führt zu keiner Steuernachzahlung; die Gemeinnützigkeit wird für den Überprüfungszeitraum festgestellt.

Das Bedürfnis nach mehr sportlicher Aktivität führt dem Verein stetig neue Mitglieder zu. Wir nähern uns der Zahl 500.

Die Bauaktivitäten lassen nach dem großen Einsatz in den vergangenen Jahren nach. Die letzten Arbeiten gehen etwas zäh voran.

Einige Aktive der Turnabteilung nehmen am Deutschen Turnfest in Frankfurt teil. Sie erhalten Zuschüsse von der Ortsgemeinde und aus der Vereinskasse.

Der Familientag wird mit dem Spielfest und einem Zeltlager verbunden. Zur Unterbringung der Kinder wird ein Zelt angeschafft.

               1984 Die erste Mannschaft der Tischtennisabteilung wird Meister in der Rheinhessenliga und steigt in die Rheinland‑Pfalzliga au£ Das erfolgreiche Team Frank Scherer, Ludwig Sauder, Karl‑Heinz Klinger, Eckhard Sauder, Klaus Bechtel und Volkmar Keller erhalten auf einer Meisterschaftsfeier im neuen Vereinsheim die Sportlerplakette des Vereins.

                Nach den positiven Erfahrungen des Vorjahres wird das Zeltlager diesmal mit einem Lagerfeuer und gemütlichem Beisammensein verknüpft. Am Zeltlager beteiligen sich 44 Kinder. Zu unserem Jahresabschluss haben wir eine Fechtgruppe verpflichtet. Die gut besuchte Veranstaltung fand allgemeine Anerkennung. Im Vorstand wird erstmals über den Ablauf der 100‑Jahrfeier gesprochen und beschlossen, die Austragung des Landes­kinderturnfestes beim Rheinhessischen Turnerbund zu beantragen.

 

1985 ‑ Die Mitgliederversammlung kann zum ersten Mal im neuen Vereinsheim abgehalten werden. Sie wird bedauerlicherweise nur von 17 Mitgliedern besucht Dieser schwache Besuch hat einen Beschluss des Vorstandes zur Folge, nach dem in kommenden Jahren die Abteilungen eine ihrer Stärke entsprechende Anzahl Delegierter zu der Mitgliederversammlung entsenden müssen. Die Nichteinhaltung dieses Beschlusses führt zur Kürzung des Abteilungsetats.

Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Blum und Hach werden wieder gewählt. Als Abteilungsleiter werden bestätigt Peter Zimmermann, Handball, Eckhard Sauder, Tischtennis, Heini Widder, Leichtathletik, Roland Kienzle, Turnen, und Inge Pusch, Gymnastik.

Durch den hohen Stromverbrauch in der Altrheinhalle muss der Trainingsbetrieb der Tischtennisabteilung um 22.00 Uhr beendet sein. An der Jahresabschlussfeier erhalten die Kinder und jugendlichen ein T‑Shirt mit der Aufschrift »TV 1888 Eich«.

Die Mitgliederzahl steigt weiter an und beträgt jetzt 555.

 

1986 ‑ Die Planung der 100‑Jahrfeier wird in Angriff genommen. In verschiedenen Ausschüssen ‑ Festveranstaltung, Sportveranstaltungen und Festschrift ‑ sollen die Vorbereitungen ausgearbeitet werden. Der Rheinhessische Turnerbund gibt uns die Zusage für die Ausrichtung des Landeskinderturnfestes im Jubiläumsjahr. Das Vereinsheim erhält endlich den noch fehlenden Außenputz. Der Vorstand beschließt die Anschaffung von 400 Vereinswappen aus Stoff, welche am Jahresschluss den Kindern als Geschenk übergeben werden. Dem Wunsch nach sportlicher Betätigung der älteren Mitbürger wird durch die Gründung der Seniorensportgruppe Rechnung getragen.

1987 Im Vordergrund der Vorstandsarbeit dieses Jahres stand die Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100jährigen Vereinsjubiläum. Es wurden verschiedene Ausschüsse gebildet, die sich mit der Planung und der Organisation der Festveranstaltung der Großen Vereinssportschau und mit der Zusammenstellung der Festschrift beschäftigten.

Die Turnabteilung war mit 16 Teilnehmern und den Übungsleitern Doris Orth und Roland Kienzle auf dem Deutschen Turnfest in Berlin vertreten. Die verstärkte Jugendarbeit der Handballabteilung trug erste Früchte; in der Spielrunde 87/88 konnte wieder eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Die Technik hielt Einzug in die Trainingsarbeit der Tischtennisabteilung. Ein neu angeschaffter Trainingsroboter, der die verschiedenen Schlagvarianten nachahmen kann, wird zum geduldigen Trainingspartner für jung und Alt In der Leichtathletikabteilung hat sich eine Gruppe jugendlicher zusammengefunden, die sich besonders für den Langstreckenlauf interessieren. Hervorragende Leistungen in Einzel‑ und Mannschaftswettbewerben, siehe Bericht der Leichtathletikabteilung, waren die beste Motivation. Um die talentierten Sportler weiterhin zu fördern, konnte mit Hans‑Walter Heilmann ein fachkundiger Langstreckentrainer gewonnen werden.

Der gelungene Jahresabschluss hat mehr als 400 Zuschauer in die Altrheinhalle gelockt Die im August 1986 gegründete Seniorensportgruppe war erstmals im Programm vertreten und konnte sich über begeisterten Beifall freuen. Als Geschenk erhielten die Kinder ein Handtuch mit Vereinsaufdruck.

 

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